mein Oberteil ° wie habe ich es gemacht°

Ich komme grade zurück von einem tollen Familienshooting in dem größten Studio der Welt – nämlich der Natur. Die Bilder laden grade runter und ich nutze die Zeit, um euch mal wieder mit einem Beitrag den Tag zu versüßen.

 

Gestern habe ich mir ein Oberteil für mich selbst genäht. Nachdem ich mir schon einmal teuren Stoff schon so richtig versaut habe und ihn hinterher wegschmeissen konnte (weil ich was für mich nähen wollte – es aber nicht hinbekommen habe), habe ich mir eigentlich geschworen, NIE WIEDER etwas für mich zu machen. Tja, das habe ich schon gebrochen, indem ich das Missglückte Teil noch einmal probiert hatte und der Pullover sooo schön geworden ist. Ich weiss gar nicht, ob ich ihn euch hier schon gezeigt habe? Egal

Wie dem auch sei – auch die Temperaturen hier im Norden sind hoch und so kam natürlich ein dicker Pulli nicht in Frage. Da ich nur noch 30 Minuten Zeit hatte, bis mein Aupair frei hatte (mit Kindern kann ich einfach nicht nähen), musste es etwas schnelles sein. Also habe ich mir ein total einfaches Oberteil ausgesucht. Ein wirkliches Schnittmuster hatte ich nicht. Ich hatte vor Urzeiten bei (ich bin mir leider nicht mehr sicher) Mamihochzwei mal etwas darüber gelesen. Ich kramte also in den tiefen meiner Gehirnwindungen (sagt jetzt NIX) und versuchte mich daran zu erinnern. Und dann legte ich einfach los.

Wenn ihr mein Geschreibsel hier nicht versteht sondern Bilder dazu braucht, dann reiche ich die nach. Ich bin im Studio und habe das Teil zu Hause, also kann ich nicht nachbebildern. Ich zeige euch unten eins vom fertigen Top. Da es aber wirklich Kinderleicht ist, bin ich mir sicher, das ihr das hinbekommt.

 

Also, da ich ja kein SM hatte, habe ich mir ein Top von mir genommen, welches mir gut passt. Den Stoff habe ich darunter (im Stoffbruch – dann habt ihr nur eine Seitennaht!) gelegt. Ich habe also die Breite als auch die Länge des vorhandenen Tops genutzt und unterhalb der Achseln geschnitten sowie am Ende der Breite. Mein Top habe ich ein Stück verlängert, weil das neue Top eben etwas länger sein sollte. Ebenso solltet ihr beachten, das Jersey Tops natürlich immer dehnbar sind. Wenn ihr, so wie ich, eins aus Baumolle macht, es etwas großzügiger zuschneiden solltet. Ebenso müsst ihr die Nahtzugabe noch hinzugeben.

Die offene Kante wird rechts auf rechts geschlossen und ihr habt nun einen Schlauch. Oben und unten habe ich Bündchen angenäht. Bei mir aus Jersey Stoff, ihr könnt aber natürlich auch richtige Bündchenware nehmen. Wie lang das Stück sein muss, hängt von euch ab :-) Messt etwas oberhalb der Brust sowie die Taille/Hüfte. Den Wert multipliziert ihr mit 0,7. Denn er muss ja etwas kleiner sein – weil dehnbar :-) Also natürlich beide Werte. Den für oben und den für unten :-) Ihr braucht ja 2 Bündchen.

Wie hoch sie sein sollen, das ist euch überlassen. Bedenkt nur – das Bündchen liegt doppelt, ihr müsst euren Wunschwert also mal 2 nehmen beim zuschneiden. Ich habe oben ein 4 cm Bündchen, also habe ich 8 cm hoch zugeschnitten. Unten habe ich 10 cm – also 20 cm zugeschnitten.

Und die beiden Bündchen näht ihr ganz einfach wie jedes andere Bündchen auch an. Und taaadaaaa – fertig! Das war es nämlich schon. Mein Top bekommt heute (oder morgen) allerdings auch noch Träger, da ich obenrum – sagen wir – nicht so üppig bestückt bin – und somit wohl nur am zuppeln wäre, obwohl es nicht rutscht oder so.

 

Also – es ist wirklich ganz einfach.

 

Mein Baumwollstoff (von Stoff & Stil in HL) ist ein sehr leichter Baumwollstoff – das war mir wichtig, damit er auch etwas lockerer fällt. Und im Sommer wollte ich jetzt auch nix dickes :-) Da ist selbst mir manchmal warm :-) Auch der Jersey ist von Stoff & Stil. Jersey: 11,95/m und Baumwollstoff 7,95/m

 

Wenn ihr doch noch mehr Fotos haben wollt, dann postet einfach drunter, dann setze ich mich da heute Abend noch einmal ran! Und alle die das nach nähen – ich würde doch soooo gern Ergebnisse sehen!

 

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